Trockenreinigung für sehr große Flächen
Der PUDU MT1 ist kein Scheuersaugroboter, sondern eine autonome Kehrplattform für trockenen Schmutz und Abfall. Er ist auf große Hallen, Verkehrsflächen und weitläufige Objekte ausgelegt, in denen Staub, Papier, Verpackungsreste, Blätter oder Flaschen regelmäßig aufgenommen werden müssen.
PUDU nennt Einsatzflächen bis 100.000 m². Für ANIQMA ist dabei nicht die maximale Objektgröße entscheidend, sondern ob tatsächlich große zusammenhängende Trockenreinigungsbereiche mit wiederkehrendem Aufwand vorhanden sind.
35 Liter Behälter und 70 cm Kehrbreite
Die beiden Seitenbürsten führen Schmutz zur Aufnahme. Der Behälter fasst 35 Liter, die praktische Kehrbreite beträgt 70 cm. PUDU nennt bis zu 1.800 m²/h für Standard-Flächenreinigung und bis zu 6.000 m²/h für punktuelle Reinigung.
Ein Unterdrucksystem mit Filter soll feine Partikel im Behälter halten und Sekundärstaub reduzieren. Bei staubkritischen Umgebungen müssen Filterklasse, Entleerprozess und betriebliche Anforderungen dennoch separat geprüft werden.
KI erkennt Abfall und kann gezielt reagieren
Kameras erkennen verschiedene Abfallarten in Echtzeit. Beim Spot Cleaning fährt der MT1 nicht zwingend jede Fläche gleich intensiv ab, sondern kann während Kontrollfahrten erkannte Verschmutzungen gezielt aufnehmen.
Das kann besonders in großen Hallen sinnvoll sein, in denen Schmutz nicht gleichmäßig verteilt anfällt. Die Qualität dieser Erkennung sollte mit den im Objekt tatsächlich vorkommenden Abfällen getestet werden.
Navigation und enge Passagen
Der MT1 kombiniert VSLAM, Marker und LiDAR-SLAM. Die minimale Durchfahrtsbreite gibt PUDU mit 75 cm an. Ein ausziehbarer Griff erleichtert das manuelle Bewegen, falls der Roboter zwischen Bereichen umgesetzt werden muss.
Aufzüge, elektronische Tore und PUDU Link werden als Integrationsmöglichkeiten genannt. Für Gebäudeintegration gilt auch hier: Steuerung, Netzwerk, Freigaben und Störfalllogik gehören in die Projektplanung.
Automatische Entleerung für längere autonome Zyklen
Eine optionale Auto-Empty-Station kann den 35-Liter-Behälter in einen vorhandenen größeren Müllbehälter entleeren. Danach setzt der Roboter seine Aufgabe fort. PUDU nennt 4 bis 8 Stunden Laufzeit und weniger als 3 Stunden Ladezeit.
Gerade bei großen Flächen kann diese automatische Entleerung wichtiger sein als ein kleiner Unterschied bei der theoretischen Quadratmeterleistung, weil sie die Zahl manueller Unterbrechungen reduziert.
Wann der MT1 passt
- Große trockene Bodenflächen erzeugen regelmäßig Kehr- und Kontrollaufwand.
- Abfall liegt punktuell oder verteilt und soll automatisiert erkannt werden.
- 35 Liter Behältervolumen und automatische Entleerung reduzieren manuelle Eingriffe.
- Wege von mindestens etwa 75 cm stehen zuverlässig zur Verfügung.
- Nassreinigung ist nicht die primäre Aufgabe.
Für stärkere 3D-Wahrnehmung und semi-outdoor geprägte Bedingungen lohnt der Vergleich mit dem PUDU MT1 Max. Für zusätzliche Saug- und Teppichreinigung ist der PUDU MT1 Vac relevanter.
Eine konkrete Fläche können wir über die Robotik-Potenzialprüfung strukturieren.
Herstellerquelle
Technische Grundlage ist die aktuelle PUDU Produktseite zum MT1. Quellenstand: 24.09.2026.
