Robotik verstehen, ohne Fachsprache auswendig zu lernen.
AMR, SLAM, TCO oder Sensorfusion: Dieses Glossar erklärt Begriffe so, dass sie bei Auswahl, Einführung und wirtschaftlicher Bewertung professioneller Robotik wirklich weiterhelfen.
Begriffe sind nur dann hilfreich, wenn sie Entscheidungen verbessern.
Wir erklären nicht nur, wofür eine Abkürzung steht. Entscheidend ist, was ein Begriff im Betrieb bedeutet, welche Grenzen dahinterstehen und wann er für die Auswahl eines Systems relevant wird.

A bis C
AGV, FTF und FTS
AGV steht für Automated Guided Vehicle, FTF für Fahrerloses Transportfahrzeug. Ein FTS, Fahrerloses Transportsystem, umfasst dagegen das Gesamtsystem aus Fahrzeugen, Steuerung und gegebenenfalls Infrastruktur. In der Praxis werden die Begriffe teilweise überlappend verwendet. Für die Auswahl ist wichtiger, wie flexibel das System navigiert, wie Aufträge übergeben werden und welche Infrastruktur es benötigt.
Amortisationszeit und Payback
Die Amortisationszeit beschreibt, nach welchem Zeitraum die erwarteten wirtschaftlichen Vorteile einer Investition die eingesetzten Kosten rechnerisch ausgeglichen haben. Im Englischen wird häufig von Payback Period gesprochen. Für Robotik sollte diese Rechnung auf realistischen Prozessdaten, tatsächlichem Automatisierungsanteil und den laufenden Kosten beruhen. Mehr dazu unter Robotik & Wirtschaftlichkeit.
AMR, Autonomer Mobiler Roboter
Ein AMR navigiert selbstständig durch Gebäude oder Produktionsbereiche, ohne dauerhaft verlegte Leitlinien zu benötigen. Karten, Sensoren und Software helfen ihm, Hindernisse zu erkennen und Routen anzupassen. Typische Anwendungen sind interner Transport und Intralogistik.
API und Schnittstellen
Eine Schnittstelle verbindet Systeme, damit Daten oder Aufträge ausgetauscht werden können. Eine API, Application Programming Interface, ist eine technische Form solcher Anbindungen. Dass ein Roboter eine API besitzt, bedeutet noch nicht, dass die gewünschte Integration bereits fertig vorhanden ist: Datenmodell, Rechte, Fehlerfälle und Prozesslogik müssen zum konkreten Einsatz passen. Mehr dazu unter Integration & Flottenbetrieb.
Aufzug- und Türintegration
Mobile Roboter können Türen und Aufzüge nur dann selbstständig nutzen, wenn Gebäude, Steuerung und Robotersystem technisch und organisatorisch zusammenspielen. Je nach Projekt gehören dazu Freigaben, Zustandsmeldungen, Prioritäten, Schnittstellen und Regeln für Störungen. Die Integration ist deshalb ein eigener Teil der Einsatzplanung und nicht nur eine Funktion des Roboters. Mehr dazu unter Integration & Flottenbetrieb.
Auto-Docking
Beim Auto-Docking fährt ein Roboter selbstständig zu seiner Ladestation und startet den Ladevorgang ohne manuelles Anstecken. Bei Reinigungsrobotern können erweiterte Stationen zusätzlich Wasser, Schmutzwasser oder interne Reinigungsfunktionen übernehmen. Entscheidend ist, wie viel manueller Aufwand dadurch im Alltag tatsächlich entfällt.
Automatisierungsgrad
Der Automatisierungsgrad beschreibt, welcher Anteil eines Prozesses tatsächlich ohne manuelle Eingriffe ablaufen kann. Ein Roboter kann technisch autonom fahren und trotzdem regelmäßig menschliche Übergaben, Nachfüllvorgänge oder Sonderentscheidungen benötigen. Für den Business Case zählt deshalb der reale, nicht der beworbene Automatisierungsgrad.
Autonomiegrad
Der Autonomiegrad beschreibt, wie selbstständig ein Robotersystem seine Aufgabe ausführen kann. Hohe Autonomie bei Navigation bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Prozess ohne Menschen läuft: Beladen, Entladen, Nachfüllen, Freigaben oder Sonderfälle können weiterhin manuelle Schritte erfordern. Für die Bewertung zählt deshalb immer das Zusammenspiel aus technischer Autonomie und realem Prozess.
Betriebsverfügbarkeit und Uptime
Betriebsverfügbarkeit beschreibt, wie viel der vorgesehenen Einsatzzeit ein System tatsächlich produktiv zur Verfügung steht. Ladezeiten, Wartung, Störungen und notwendige manuelle Eingriffe beeinflussen diesen Wert. Uptime wird oft ähnlich verwendet, sollte aber immer im konkreten Messkontext verstanden werden. Für produktive Robotik ist die reale Verfügbarkeit meist wichtiger als eine reine Herstellerangabe zur maximalen Laufzeit.
Business Case
Der Business Case stellt Kosten und erwarteten Nutzen eines Robotikprojekts gegenüber. Neben Hardware gehören je nach Projekt auch Service, Wartung, Integration, Energie, Software und interner Aufwand in die Rechnung. Auf der Nutzenseite stehen zum Beispiel frei werdende Arbeitszeit, weniger Laufwege, höhere Kapazität und bessere Planbarkeit.
Cobot
Ein Cobot ist ein kollaborativer Roboter, meist ein Roboterarm, der für die Zusammenarbeit mit Menschen konzipiert ist. Das bedeutet nicht automatisch, dass jede Anwendung ohne Schutzmaßnahmen betrieben werden kann. Werkzeug, Geschwindigkeit, Bauteil und Risikobeurteilung bestimmen das konkrete Sicherheitskonzept.
D bis F
Digitale Reinigungsberichte
Digitale Reinigungsberichte dokumentieren je nach System Einsatzzeit, Route, bearbeitete Flächen, Reinigungsmodus oder Störungen. Sie schaffen Transparenz über den tatsächlichen Robotereinsatz. Sie ersetzen jedoch keine fachliche Qualitäts- oder Hygieneprüfung.
Digital-Signage-Roboter
Ein Digital-Signage-Roboter verbindet ein mobiles Robotersystem mit Display, Audio oder Interaktion. Er kann Informationen, Kampagnen oder Produktinhalte an wechselnden Orten zeigen. Der Mehrwert entsteht nicht durch Bewegung allein, sondern durch einen klaren Kommunikationszweck.
Docking- und Servicestation
Eine Servicestation erweitert die Ladestation um automatische Betriebsfunktionen. Bei geeigneten Reinigungsrobotern können dazu Frischwasseraufnahme, Schmutzwasserabgabe oder automatische Reinigung gehören. Für die Planung sind Platz, Strom, gegebenenfalls Wasser und Abwasser sowie eine sichere Zufahrt relevant.
Endeffektor und End-of-Arm Tooling
Der Endeffektor ist das Werkzeug am Ende eines Roboterarms, etwa Greifer, Vakuumsauger, Schrauber oder Prüfwerkzeug. Seine Auswahl ist oft genauso wichtig wie der Roboter selbst, weil Geometrie, Gewicht, Oberfläche und Taktzeit der Aufgabe darüber entscheiden, wie zuverlässig ein Prozess funktioniert.
Fahrweg und Verkehrszone
Fahrwege sind die Bereiche, in denen sich mobile Roboter bewegen dürfen. Zonen können unterschiedliche Geschwindigkeiten, Prioritäten oder Sperrregeln erhalten. In Mischverkehr mit Menschen, Wagen oder Staplern müssen Verkehrsregeln und Engstellen ausdrücklich mitgeplant werden.
Flächenleistung
Die Flächenleistung beschreibt, wie viel Fläche ein Reinigungsroboter in einer bestimmten Zeit bearbeiten kann. Datenblattwerte sind nur ein Ausgangspunkt: Möblierung, Engstellen, Verschmutzung, Fahrwege, Laden, Wasserwechsel und manuelle Restarbeiten beeinflussen die tatsächlich produktive Leistung. Für den Business Case zählt deshalb die im eigenen Umfeld erreichbare Flächenleistung. Mehr dazu unter Reinigungsrobotik.
Flottenmanagement und Flottenbetrieb
Flottenmanagement bezeichnet die Software- und Steuerungsebene für mehrere Roboter: Aufträge, Positionen, Batteriestand, Prioritäten und Verfügbarkeit werden zentral koordiniert. Flottenbetrieb geht weiter und umfasst zusätzlich Verantwortlichkeiten, Ladeorganisation, Wartung, Support und den Umgang mit Ausnahmen im Alltag. Mehr dazu unter Integration & Flottenbetrieb.
G bis L
Greiftechnik
Greiftechnik umfasst Werkzeuge, mit denen Roboter Bauteile aufnehmen, halten oder übergeben. Parallelgreifer, Vakuumsysteme und adaptive Greifer reagieren unterschiedlich auf Form, Oberfläche und Toleranzen. Ein guter Greifprozess wird mit realen Werkstücken ausgelegt, nicht nur anhand des Gewichts.
Humanoide Roboter
Humanoide Roboter besitzen eine menschenähnliche Körperstruktur und sollen langfristig in Umgebungen arbeiten können, die für Menschen gebaut wurden. Heute liegen belastbare Anwendungen noch vor allem in Forschung, Entwicklung und ersten klar definierten Industriepiloten. Mehr dazu in unserer aktuellen Einordnung.
Inbetriebnahme und Go-live
Bei der Inbetriebnahme wird ein Robotersystem für den konkreten Einsatz eingerichtet, getestet und an die betrieblichen Abläufe angepasst. Dazu können Mapping, Zonen, Übergabepunkte, Infrastruktur, Schnittstellen und Einweisung gehören. Go-live bezeichnet den Übergang in den produktiven Betrieb. Entscheidend ist, dass Zuständigkeiten, Supportweg und Verhalten bei Störungen vor diesem Schritt geklärt sind. Mehr dazu unter Service & Beratung.
Intralogistik
Intralogistik umfasst Materialbewegungen innerhalb eines Unternehmens, etwa zwischen Wareneingang, Lager, Produktion und Versand. Mobile Roboter können wiederkehrende Transporte übernehmen und dadurch manuelle Wege reduzieren. Wichtig sind definierte Übergaben, Prioritäten und Schnittstellen zu bestehenden Abläufen.
Just-in-Time-Materialversorgung
Bei Just-in-Time wird Material möglichst genau dann bereitgestellt, wenn es benötigt wird. Mobile Roboter können standardisierte Nachschubrouten übernehmen. Damit das zuverlässig funktioniert, müssen Abrufsignale, Puffer und Ausnahmefälle sauber definiert sein.
KI-Navigation
KI-Navigation ist ein Sammelbegriff für Verfahren, die Sensordaten, Karten und Algorithmen verbinden, damit ein Roboter geeignete Fahrwege wählt. Der Begriff sollte nicht mit grenzenlos selbstlernendem Verhalten verwechselt werden. Die tatsächliche Leistung hängt von Sensorik, Mapping, Software und freigegebenen Einsatzgrenzen ab.
LiDAR
LiDAR steht für Light Detection and Ranging. Laserimpulse messen Abstände und helfen mobilen Robotern bei Kartierung, Lokalisierung und Hinderniserkennung. In professionellen Systemen wird LiDAR häufig mit Kameras, Ultraschall oder weiteren Sensoren kombiniert.
M bis P
Mapping
Mapping bezeichnet die Aufnahme und Einrichtung der Umgebung, in der ein mobiler Roboter arbeiten soll. Dabei entstehen digitale Karten, Zonen, Sperrflächen und gegebenenfalls definierte Übergabepunkte. Gutes Mapping bildet den realen Betrieb ab und muss bei größeren baulichen Veränderungen überprüft werden.
Mensch-Roboter-Kollaboration
Damit sind Arbeitsabläufe gemeint, in denen Mensch und Roboter aufeinander abgestimmt Aufgaben ausführen. Das kann direkte Übergabe, gemeinsamer Arbeitsraum oder zeitlich getrennte Nutzung einer Station bedeuten. Kollaboration erfordert klare Zuständigkeiten und ein passendes Sicherheitskonzept.
Mischverkehr
Mischverkehr entsteht, wenn Roboter denselben Verkehrsraum wie Menschen, Stapler, Wagen oder andere Fahrzeuge nutzen. Dann müssen Engstellen, Geschwindigkeiten, Sichtverhältnisse, Vorfahrtslogik und Ausweichmöglichkeiten im realen Umfeld berücksichtigt werden. Ein technisch navigationsfähiger Roboter ist nicht automatisch für jeden Mischverkehr gleich gut geeignet.
Mobile Manipulation
Mobile Manipulation kombiniert eine fahrende Plattform mit einem Roboterarm oder einer humanoiden Struktur. Das System kann sich zu verschiedenen Arbeitsplätzen bewegen und dort greifen, prüfen oder Material übergeben. Die Herausforderung liegt im Zusammenspiel aus Navigation, Positionierung, Greifen und Sicherheit.
Monitoring und Fernüberwachung
Monitoring erfasst Betriebszustände eines Roboters, zum Beispiel Verfügbarkeit, Batteriestand, Fehlercodes oder laufende Aufträge. Fernüberwachung kann Support und Betrieb erleichtern, weil Auffälligkeiten früher erkannt und eingeordnet werden. Sie ersetzt jedoch keine Wartung und bedeutet nicht automatisch, dass sich jede Störung aus der Ferne beheben lässt.
Nutzlast
Die Nutzlast beschreibt, welches Gewicht ein Roboter unter definierten Bedingungen tragen oder handhaben kann. Für einen realen Prozess zählen zusätzlich Schwerpunkt, Geschwindigkeit, Reichweite, Boden und Sicherheitsreserven. Die höchste Kilogrammzahl im Datenblatt ist deshalb nie das einzige Auswahlkriterium.
Objekterkennung
Kamera- oder Tiefensensorik kann Personen, Hindernisse, Verschmutzungen oder Bauteile unterscheiden. KI-gestützte Verfahren erweitern diese Erkennung, sind aber von Licht, Perspektive, Trainingsdaten und Umgebung abhängig. Objekterkennung ist ein Funktionsbaustein, kein vollständiges Sicherheitskonzept.
Pilotbetrieb und Proof of Concept
Ein Pilot testet eine klar definierte Hypothese im realen Umfeld. Vorher sollten Erfolgskriterien feststehen, zum Beispiel produktive Laufzeit, automatisierter Anteil, Störungen oder eingesparte Wege. Ein guter Pilot liefert Entscheidungsdaten und ist mehr als eine beeindruckende Demonstration.
Predictive Maintenance
Predictive Maintenance nutzt Betriebsdaten, um möglichen Wartungsbedarf früh zu erkennen. Laufzeiten, Fehlercodes oder Zustandswerte können helfen, Service planbarer zu machen. Voraussetzung sind verfügbare Daten, sinnvolle Grenzwerte und ein klarer Wartungsprozess.
R bis S
RaaS, Robot as a Service
RaaS bezeichnet ein Nutzungsmodell, bei dem Robotik nicht nur als einmaliger Hardwarekauf betrachtet wird. Je nach Vertrag können Hardware, Software, Wartung oder Support in laufenden Kosten gebündelt sein. Welche Leistungen tatsächlich enthalten sind, muss vertraglich klar von Miete oder Leasing abgegrenzt werden.
Reinigungsroboter und Scheuersaugroboter
Reinigungsroboter automatisieren wiederkehrende Reinigungsaufgaben, besonders auf planbaren Bodenflächen. Autonome Scheuersaugroboter kombinieren dabei mechanische Bodenreinigung mit Wasseraufnahme und selbstständiger Navigation. Sie ersetzen nicht automatisch die gesamte Gebäudereinigung: Randbereiche, Treppen, Sanitärflächen und Sonderverschmutzungen bleiben je nach Einsatz manuelle Aufgaben. Mehr dazu unter Reinigungsrobotik.
Risikobeurteilung
Eine Risikobeurteilung untersucht Gefährdungen, die aus Roboter, Werkzeug, Umgebung und Prozess entstehen können. Sie ist besonders wichtig bei Industrieanwendungen, Mischverkehr, Publikumsbereichen oder komplexer Mensch-Roboter-Interaktion. Technische Sicherheitsfunktionen sind ein Bestandteil, ersetzen aber nicht die Gesamtbetrachtung.
ROI, Return on Investment
Der ROI beschreibt das Verhältnis zwischen wirtschaftlichem Nutzen und eingesetztem Kapital. In Robotikprojekten sollte er auf realen Prozessdaten beruhen. Anschaffungspreis allein reicht nicht; relevant sind Gesamtkosten, Automatisierungsanteil und die tatsächlich frei werdende Kapazität.
Sensorfusion
Sensorfusion kombiniert Daten aus mehreren Sensoren, etwa LiDAR, Kameras, Ultraschall oder Kraftsensoren. Dadurch kann ein System die Umgebung robuster wahrnehmen als mit nur einer Quelle. Welche Sensoren sinnvoll sind, hängt von Aufgabe und Umgebung ab.
Service Level und SLA
Ein Service Level beschreibt vereinbarte Leistungen wie Reaktionszeiten, Supportfenster oder Verfügbarkeit. Ein SLA, Service Level Agreement, macht solche Zusagen vertraglich messbar. Für produktionskritische Robotik ist diese Ebene oft wichtiger als eine allgemeine Aussage wie „Support inklusive“.
SLAM und VSLAM
SLAM bedeutet Simultaneous Localization and Mapping. Ein Roboter erstellt eine Karte und bestimmt gleichzeitig seine Position darin. VSLAM nutzt dafür vor allem Kameradaten; andere Verfahren kombinieren beispielsweise LiDAR und weitere Sensoren.
T bis Z
TCO, Total Cost of Ownership
TCO bezeichnet die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer. Dazu können Hardware, Finanzierung, Service, Verschleißteile, Verbrauchsmaterial, Software, Energie, Schulung und interner Aufwand gehören. TCO ist für Robotik meist aussagekräftiger als der reine Kaufpreis.
Telemetrie
Telemetrie sind automatisch übertragene Betriebsdaten eines Roboters, etwa Status, Laufzeit, Batteriestand oder Fehlercodes. Sie kann Support, Flottenmanagement und Auswertung unterstützen. Unternehmen sollten wissen, welche Daten übertragen werden und wo sie verarbeitet werden.
Transportroboter
Transportroboter bewegen Material, Behälter, Wagen, Speisen oder andere Güter innerhalb eines definierten Umfelds. Die passende Bauform hängt von Transportgut, Nutzlast, Übergabehöhe, Wegen und Prozesslogik ab. Mehr dazu unter Service und Transport.
Unterhaltsreinigung
Unterhaltsreinigung umfasst regelmäßig wiederkehrende Reinigungsaufgaben im laufenden Betrieb. Robotik eignet sich besonders für planbare Bodenflächen und wiederholbare Zyklen. Detailflächen, Treppen, Sanitärbereiche und spontane Sonderverschmutzungen bleiben häufig manuelle Aufgaben.
Vision-System
Vision-Systeme nutzen 2D-, 3D- oder Tiefenkameras, um Objekte, Personen oder Strukturen zu erkennen. Sie unterstützen Navigation, Qualitätsprüfung oder Greifprozesse. Für zuverlässige Ergebnisse müssen Kamera, Beleuchtung, Perspektive und Software zur Aufgabe passen.
WMS- und ERP-Anbindung
Eine Anbindung an Warehouse-Management- oder ERP-Systeme kann Transportaufträge automatisch an Roboter übergeben und Statusinformationen zurückspielen. Dadurch werden Insellösungen vermieden. Vor der Integration müssen Datenmodell, Schnittstellen, Fehlerfälle und Verantwortlichkeiten feststehen.
Zonen und Sperrflächen
Digitale Karten können in Bereiche mit unterschiedlichen Regeln aufgeteilt werden. Reinigungsmodus, Geschwindigkeit, Zeitfenster oder Prioritäten lassen sich je nach System zonenweise definieren. Sperrflächen verhindern, dass Roboter ungeeignete oder sensible Bereiche befahren.