Ein Reinigungsroboter bleibt nur dann zuverlässig, wenn die Maschine selbst regelmäßig sauber gehalten wird. Beim PUDU CC1 Pro betrifft das vor allem Schmutzwasser, Bürsten, Sauglippe, Saugweg, Filter, Sensorik und Ladekontakte. Die meisten dieser Arbeiten sind keine technische Wartung, sondern normale Anwenderpflege.
Diese ANIQMA-Anleitung fasst die für den Alltag wichtigsten Punkte aus dem offiziellen PUDU CC1 Pro Operation Guide V2.0 zusammen. Sie ist bewusst kürzer als das Herstellerhandbuch und konzentriert sich auf Bedienung und Pflege im laufenden Betrieb.
Wichtig: Die aktuelle Herstelleranleitung, die konkrete Ausstattung Ihres Roboters und die Einweisung vor Ort haben immer Vorrang. Reparaturen, Demontagen und sicherheitsrelevante Arbeiten gehören in den Service.
Vor dem ersten Start des Tages
- Prüfen, ob das für den gewählten Reinigungsmodus vorgesehene Bürsten- und Reinigungsmodul korrekt eingesetzt ist.
- Frischwasser, Schmutzwassertank und Akkustand kontrollieren.
- Fahrbereich von Kabeln, losen Gegenständen und ungeplanten Hindernissen freihalten.
- Bei automatischen Aufgaben sicherstellen, dass der Roboter korrekt lokalisiert ist und der Bedienholm abgesenkt ist.
Der CC1 Pro unterscheidet zwischen automatischer und manueller Reinigung. Im Automatikbetrieb wird eine zuvor eingerichtete Reinigungsaufgabe ausgewählt und gestartet. Für manuelles Reinigen wird der Bedienholm angehoben und der entsprechende Reinigungsmodus gewählt. Während einer automatischen Aufgabe kann der Roboter über den Bildschirm pausiert und anschließend fortgesetzt werden.
Nach dem Einsatz: die wichtigsten Arbeiten
Schmutzwasser und feuchter Schmutz sollten nicht unnötig lange in der Maschine bleiben. PUDU empfiehlt, den Schmutzwassertank täglich oder spätestens jeden zweiten Tag zu entleeren und auszuspülen. Bei hoher Verschmutzung ist eine tägliche Reinigung sinnvoll; bei einer automatischen Wasserstation kann sich der manuelle Aufwand reduzieren.
Müllbehälter, Filterboxen und andere Schmutzsammler sollten etwa alle zwei Tage oder abhängig von der tatsächlichen Belastung auch häufiger geleert werden. Wichtig: Nicht jedes Filter- oder Staubbauteil darf mit Wasser ausgespült werden. Der Filter-Schwamm wird laut Hersteller im Alltag ausgeklopft und bei starker Verschmutzung ersetzt; der Staubbehälter soll trocken bleiben.
Bürsten, Sauglippe und Mopp sauber halten
Seitenbürsten sowie Kehr- und Schrubbwalzen sammeln Haare, Fasern und feinen Schmutz. Solche Wicklungen erhöhen den Widerstand, verschlechtern das Ergebnis und können auf Dauer Antriebe belasten. PUDU nennt für diese Komponenten einen Rhythmus von etwa zwei Tagen, bei starker Verschmutzung entsprechend häufiger.
Die Sauglippe sollte etwa alle zwei bis drei Tage gereinigt werden, bei intensivem Einsatz täglich. Ein verschmutzter oder schlecht sitzender Abstreifer ist eine typische Ursache für Wasserreste und Streifen auf dem Boden. Staubmopp-Material wird je nach Verschmutzung gereinigt, gewaschen oder ersetzt.
Einmal pro Woche: Saugweg kontrollieren
Wenn die Wasseraufnahme nachlässt, liegt die Ursache nicht immer an der Sauglippe. Auch der Saugweg kann sich mit Fasern, Staub und Ablagerungen zusetzen. PUDU empfiehlt deshalb, das Saugrohr ungefähr einmal pro Woche gemäß Herstelleranleitung zu spülen.
Alle zwei bis drei Wochen: Walzenbürstenkammer
In der Walzenbürstenkammer sammeln sich Schlamm und feiner Schmutz. Das kann Wasserführung und Reinigungsergebnis beeinträchtigen. Nach dem Entleeren der Tanks wird die Kammer nach Herstellerangabe gereinigt und anschließend trocken gewischt.
Alle drei bis fünf Wochen: Sensoren, Ladekontakte und Frischwasserfilter
Die Sensorik ist für Navigation und Hinderniserkennung entscheidend. Sensorflächen und Unterseite werden mit einem weichen, sauberen Tuch abgewischt. Auch die Ladekontakte von Roboter und Station sollten sauber bleiben, damit automatisches Laden zuverlässig funktioniert.
Der Filter im Frischwassertank kann sich durch Schmutz oder Kalk zusetzen. Er wird ausgebaut, ausgespült und wieder korrekt eingesetzt. Diese Arbeiten nennt PUDU ebenfalls in einem Rhythmus von etwa drei bis fünf Wochen.
Wenn die Reinigungsleistung nachlässt
- Streifen oder Wasserreste: Sauglippe reinigen, Sitz und Verschleiß prüfen.
- Schwächere Bürstenwirkung: Walzen und Seitenbürsten auf Haare, Fasern und Verschleiß kontrollieren.
- Wasser wird schlecht aufgenommen: Saugweg bzw. Saugrohr auf Ablagerungen prüfen.
- Automatisches Laden funktioniert nicht: Ladekontakte sauber und trocken halten.
- Navigation wirkt unzuverlässig: Sensorflächen sauber halten und nicht mit Wasser reinigen.
Workstation: weniger Handarbeit, aber nicht wartungsfrei
Je nach Ausstattung kann der CC1 Pro mit einer Workstation einzelne Versorgungs- und Selbstreinigungsfunktionen automatisieren. Das reduziert den manuellen Aufwand, ersetzt aber nicht die Sichtkontrolle von Tank, Bürsten, Saugweg, Sensorik und Ladekontakten.
Zum Ausdrucken
Für den Reinigungsraum oder die Einweisung haben wir die wichtigsten Punkte auf einer Seite zusammengefasst:
ANIQMA Pflegeplan PUDU CC1 Pro als PDF öffnen
Originalquelle und Aktualität
Grundlage dieser Zusammenfassung ist der PUDU CC1 Pro Operation Guide V2.0, Modell CCBC02, Revision vom 13.03.2026. Quellenstand dieser ANIQMA-Seite: 22.09.2026.
Die vollständige Herstelleranleitung enthält zusätzliche Hinweise zu Sicherheit, Reinigungsmodi, Workstation, Konfiguration und Fehlerbehebung. Bei Abweichungen gilt immer die aktuelle Herstellerdokumentation.
Zum System: PUDU CC1 Pro Disc bei ANIQMA.
