Semi-humanoide Robotik für industrielle Aufgaben
Der aktuelle PUDU D7 ist ein industrieller semi-humanoider Roboter der nächsten Generation. Er verbindet ein mobiles Fahrwerk mit zwei Armen und ist für Aufgaben gedacht, bei denen reine Transportrobotik nicht ausreicht, aber ein vollständig zweibeiniger Humanoid nicht notwendig ist.
PUDU positioniert den D7 2026 ausdrücklich für Fertigung, Lager und Materialhandling. Typische Beispiele sind Greifen, Bereitstellen, Nachfüllen, Wagen schieben und mehrstufige Arbeitsabläufe in bestehenden Industrieumgebungen.
Bis zu 14 kg Nutzlast und Arbeitsbereiche bis 2 Meter
Für die aktuelle Generation nennt PUDU bis zu 14 kg Nutzlast und einen Arbeitsbereich bis zu 2 Metern Höhe. Damit kann die Plattform auch höhere Regal- oder Bereitstellpositionen erreichen.
Für die Praxis muss zwischen Gesamtlast, einarmiger Handhabung, Objektgeometrie und erforderlicher Präzision unterschieden werden. Ob ein konkretes Werkstück oder Behältnis zuverlässig gehandhabt werden kann, lässt sich deshalb nur anhand eines realen Greif- und Prozessversuchs beurteilen.
Navigation und Manipulation sollen gemeinsam planen
Der D7 basiert auf PuduFM 1.0, PUDUs Foundation Model für verkörperte Intelligenz. Der Hersteller beschreibt ein gemeinsames Aktionsmodell für Mobilität, Annäherung, Greifen und dynamische Anpassung, statt Navigation und Manipulation getrennt zu behandeln.
Für Industrieprojekte ist das konzeptionell interessant, weil viele Aufgaben aus mehreren Schritten bestehen: zum Ort fahren, Objekt erkennen, greifen, transportieren, positionieren und auf Abweichungen reagieren. Der tatsächliche Reifegrad muss für jeden Prozess dennoch praktisch validiert werden.
360°-Wahrnehmung für dynamische Umgebungen
Die aktuelle D7-Generation besitzt laut PUDU LiDAR vorne und hinten sowie eine umfassende Wahrnehmung der Umgebung. Ziel ist, Hindernisse, Routenänderungen und Mischverkehr in Echtzeit zu erkennen.
Gerade in bestehenden Fabriken kann das Integrationsaufwand reduzieren, ersetzt aber keine Sicherheitsbetrachtung. Verkehrsregeln, Arbeitsbereiche, Schutzkonzept und Interaktion mit Menschen und Fahrzeugen gehören weiterhin in die Anlagenplanung.
Autonomer Batteriewechsel für 24/7-Betrieb
Ein wesentlicher Unterschied zu vielen Entwicklungsplattformen ist der von PUDU beschriebene autonome Batteriewechsel. Der D7 soll Batterien selbstständig entfernen, ersetzen und laden können, um Stillstand im Mehrschichtbetrieb zu reduzieren.
Damit wird auch die Energieversorgung zum Systembestandteil: Wechselstation, verfügbare Batterien, sichere Zugänglichkeit und Betriebsstrategie müssen zusammen geplant werden.
Wichtig: aktuelle Generation getrennt von früheren D7-Angaben betrachten
PUDU hatte bereits 2024 eine frühere D7-Generation vorgestellt. Die 2026 präsentierte Industrieversion wurde deutlich weiterentwickelt. ANIQMA verwendet deshalb für diese Seite bewusst die aktuellen Herstellerinformationen von 2026 und überträgt ältere Daten nicht ungeprüft auf das neue Modell.
Für konkrete Projekte bestätigen wir Ausstattung, Softwarestand, Greifer beziehungsweise Hände und verfügbare Funktionen immer für das angebotene System.
Der D7 gehört bei ANIQMA sowohl zur humanoiden Robotik als auch zur Industrieautomation & Handling. Einen realen Prozess können wir über die Robotik-Potenzialprüfung strukturieren.
Herstellerquelle
Grundlage ist die offizielle PUDU-Mitteilung „Next-Generation PUDU D7“ vom 01.06.2026. Die aktuelle deutsche Produktseite ist öffentlich gelistet, liefert derzeit jedoch nicht alle technischen Inhalte serverseitig aus. Deshalb übernehmen wir nur Angaben, die in der aktuellen Herstellerveröffentlichung eindeutig bestätigt sind. Quellenstand: 24.09.2026.
